Der Arbeit liegt der zentrale Leitgedanke zugrunde, wie wir uns Menschen eingebettet in einer Welt des gemeinsamen Miteinanders begreifen können, um den Natur-Kultur-Dualismus zu überwinden.
Um sich dessen an zu nähern, begegnen sich Wissenschaft und Kunst in Kombination und werden prozesshaft verkörpert. 
Die Materialität der Wolle ist Protagonist, Video- und Bildkonstruktionen sind visuelle Metapher, die auf das mehr-als-menschliche Miteinander abspielen. 
Rauminstallationen sind Bindeglieder zwischen gelebten und imaginären Landschaften. Sie rekonstruieren und produzieren das Konstrukt der Assemblage.  
Die Performance „Wolfswolle“,Teil der Arbeit 
„Im Netz der Verflechtung“ wurde im Rahmen des Future Lab ll – von Hütte zu Hütte, spekulative Nomaden im Weltkulturerbe der Völklinger Hütte gezeigt. 
Die erste Phase beinhaltet eine sich wiederholende Filz-Performance von Hundewolle der Rasse Pyrenäenberghunde. Die Wolle haben wir zuvor durch das Kämmen von zwölf Pyrenäenberghunden auf einem Hof in Bayern gewonnen. Pyrenäenberghunde sind Herdenschutzhunde mit langem weißen Fell, die auf  Weiden stehen, um Herdentiere vor Gefahren zu schützen. Die performative Bearbeitung der Hundewolle ermöglicht eine haptische Annäherung an das Material. Hierbei stellt sich die Frage, wie dem vermeintlichen Objekt ‚Wolle‘ ein subjektiver Charakter zugeordnet werden kann. Denn die Arbeit knüpft an Überlegungen der wissenschaftlichen Strömung des new materialism an, bei dem die zentrale Stellung des Menschen in der Weltanschauung hinterfragt wird. Hierbei wird Objekten eine aktive Handlungsmacht zugesprochen, die dazu führt, Situationen zu beinflussen und zu verändern.Aus dieser Überlegung resultiert der Gedanke, dass auch die gesammelte Wolle eine Handlungsmacht in der angenommenen Assemblage zwischen Wölfen, Menschen, Schafen und Herdenschutzhunden besitzt. Die Arbeit selbst versteht sich als Assemblage, die prozesshaft erweitert wird. Im Ausstellungskontext waren Performances, Videoinstallationen, fotografische Arbeiten und ein Vortrag bzw. eine öffentliche Diskussionsrunde Teil dieser Assemblage
Auch Teil der Assemblage ist eine weitere Videoinstallation, die eine Brücke zwischen Zeit, Raum und Inhalten baut. Sie besteht aus Schnüren, die zwischen Elektroschafszäunen gespannt wurden. In den Schnüren hängt ungereinigte Hundewolle.Auf dem Boden liegen geflitzte Wollbälle und ein Korb Rohwolle. Zudem sind zwei Videos zu sehen. Das erste Video stellt die Frage in den Raum, wie wir Zukunft in Verbundenheit mit non-humans gestalten könnten, in dem wir ihnen eine eigene Wirkmacht zusprechen und unsere Industriell-anthropozentrisch geprägten Landschaften mit ihnen in Harmonie teilen.
Das zweite Video wird einerseits durch die Schnüre, die das Sichtfeld des Videos durchschneiden und gleichzeitig Schatten auf die Projektion werfen und andererseits durch das Überragen des Videos über die Fläche der Leinwand hinaus mehrfach fragmentiert. Diese Fragmente fügen sich in einer überzeitlichen Konstellation aus Ereignissen der Vergangenheit und der Gegenwart, die an denselben und an weit entfernten Orten stattgefunden haben, zusammen. Die Arbeit zeigt die Verflechtung zwischen Menschen und Nicht-Menschen und hinterfragt die Superiorität der menschlichen Sicht auf die Welt.
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